Myofunktionelle Therapie bei orofacialen Dysfunktionen
Die myofunktionelle Therapie ist eine logopädische Behandlung, bei der die Muskeln von Zunge, Lippen und Gesicht gezielt trainiert und in ihrem Zusammenspiel verbessert werden.
Sie schafft die Grundlage für einen funktionierenden Schluckvorgang, die physiologisch richtige Atmung und eine deutliche Aussprache. Häufig begleitet die myofunktionelle Therapie auch kieferorthopädische Behandlungen (Zahnspange).
Wenn die Mundmuskulatur aus irgendeinem Grund nicht richtig funktioniert, kommt es etwa zu:
- einer offenen Mundhaltung,
- Mundatmung,
- einer ungünstigen Zungenlage und/oder
- einem falschen Schluckmuster.
Daraus können sich Auswirkungen auf die Zahnstellung ergeben (z. B. Vorbiss), aber auch Verspannungen im Gesichts- und Halsbereich oder Auffälligkeiten in der Aussprache.
In der logopädischen Therapie in unserer Praxis in Perchtoldsdorf wird arbeiten wir gezielt an der Stärkung der Muskelkraft im Mundraum. Dadurch verbessert sich das Zusammenspiel der beteiligten Muskeln und die Wahrnehmung für Bewegungen von Zunge und Lippen wird geschult.
Ziele der Logopädie bei orofacialen Dysfunktionen
- stabile Zungen- und Lippenruhelage
- natürliche, funktionale Bewegungsabläufe des Mundes und des Gesichts im Alltag
FAQ Myofunktionelle Therapie
Ist es schlecht, wenn die Zunge beim Schlucken gegen die Zähne drückt?
Beim Schlucken sollte die Zunge die vorderen Schneidezähne nicht berühren, sondern in Zungenruhelage am Gaumen liegen. Durch den Druck gegen die Zähne beim Schlucken und einer inkorrekten Zungenruhelage können sich die Zähne verschieben bzw. der Kiefer und Gaumen entwickeln sich nicht richtig.
Wenn Sie bei Ihrem Kind beobachten, dass es beim Schluckvorgang die Zunge gegen die Zähne drückt, kommen sie gern in unsere Praxis für Logopädie in Perchtoldsdorf. Wir können Ihrem Kind dabei helfen, die physiologische Zungenruhelage zu erlernen und ein natürliches Schluckmuster ohne Zahnkontakt anzubahnen und in den Alltag zu übertragen.
Mein Kind atmet durch den Mund statt durch die Nase. Was soll ich tun?
Wenn Sie bei Ihrem Kind eine offene Mundhaltung und Mundatmung beobachten, kann eine Logopädin oder eine HNO-Ärztin herausfinden, ob es einen organischen Grund gibt, warum nicht durch die Nase geatmet wird, oder ob es sich um eine Gewohnheit handelt.
Wir Logopädinnen begleiten Kinder beim Wiedererlernen der Nasenatmung sowie nach einer Adenotomie (Entfernung der kindlichen Polypen). Spielerisch und wirkungsvoll lernt Ihr Kind bei uns die richtige physiologische Atmung und trainiert eine optimale orofaziale Funktion (Zusammenspiel von Muskeln im Mund- und Gesichtsbereich beim Atmen).
Mein Kind hat oft den Mund offen – ist das normal?
Kurz gesagt: Nein. Eine offene Mundhaltung ist nicht normal. Der Mund sollte, wenn Ihr Kind gerade nicht spricht, singt, trinkt oder isst, locker geschlossen sein. Das Kind sollte normalerweise durch die Nase atmen und nicht durch den Mund.
Eine offene Mundhaltung kann einige ungünstige Folgen nach sich ziehen:
Die Zunge befindet sich bei einer offenen Mundhaltung nicht in Zungenruhelage (oben am Gaumen), sondern liegt unten im Mund oder drückt vorne an den Zähnen an.
Dadurch ergeben sich oft Veränderungen im Mundraum (z. B. Zahnfehlstellungen), die zu Sprachfehlern, gesundheitlichen Problemen bis hin zu Konzentrationsstörungen führen können.
Wenn Sie bei Ihrem Kind eine offene Mundhaltung beobachten, kommen Sie zu uns in die Praxis für Logopädie in Perchtoldsdorf. Gemeinsam mit Ihrem Kind analysieren wir, ob ein logopädischer Therapiebedarf besteht.
KONTAKTIEREN Sie uns gerne.

